Social Media Nutzen

Noch kein Social Media Nutzen für den Mittelstand

Ein Kommentar zu http://www.lead-digital.de/aktuell/social_media/social_media_kein_nutzen_fuer_den_Mittelstand

Worum geht’s? Im Beitrag wir ein Studienergebnis geschildert. Es besagt Social Media scheint für 400 Mittelständler im deutschsprachigen Raum sehr weit weg zu sein. Es gibt noch nicht einmal Positiv-Beispiele. Wäre schön wenn es wenigstens ein einzelnes Leuchtturm-Projekt im deutschsprachigen Raum gäbe. Schade.

Aber leider decken die Ergebnisse der Studie sich mit meiner Wahrnehmung und ich stimme dem im Wesentlichen zu. Wundern muss man sich auch nicht, dass keine Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg festgestellt werden konnten: Wenn etwas ohne Einsatz schlecht betrieben wird, darf es auch keinen Erfolg geben. Entweder man macht Social Media richtig – dann wird sich auch der Erfolg einstellen – oder gar nicht.

Was ich derzeit bei vielen Unternehmen sehe kommt nicht über den Experimental-Status hinaus. Die Unternehmer können nicht einschätzen was da passiert, lernen aber, dass die neuen Kommunikationskanäle sich etablieren und von ihnen erwartet wird, dass sie dort erreichbar sind. Organisation und Führungsstil erscheinen im Mittelstand oft kommunikativ modernisierbar und tragen damit zurecht zur Angst vor negativen Einflüssen bei. Insofern sollte es den KMUs lobend nachgesehen werden, in den öffentlichen Netzwerken und Kommunikationsplattformen umsichtig zu agieren.

Der Schlüssel: Offenheit und Vertrauen

Mit Offenheit und Vertrauen meine ich Offenheit in Form von Diskussionsbereitschaft und Bereitschaft das Ergebnis der Diskussion auch anzunehmen und Vertrauen in die Mitarbeiter und deren kommunikativer Fähigkeiten. Ich bin der festen Überzeugung, dass beides erlernbar ist und habe ein System entwickelt die Schwächen im Unternehmen aufzudecken und zu beheben, damit der Shit Storm ausbleibt und messbare Erfolge eintreten (Siehe: WPA).

Prof Kraus schreibt richtig „es brauche eine positive Grundhaltung des Unternehmers, eine effektive Zuteilung der Ressourcen und einen geeigneten Social Media-Verantwortlichen, der über genügend freie Kapazität und entsprechende Erfahrung mit den neuen Medien verfügt. … aber vor allem den Willen, unternehmerisch zu agieren und vorausschauend eigene Märkte zu schaffen.“ Genau das ist es – aber machen Sie vorher einen guten Plan und vergessen Sie nie Ihre Mitarbeiter und sich selbst mit ins Boot zu holen.

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2 Gedanken zu „Social Media Nutzen

  1. Wolfgang Klein

    Ich berate mittelständische Kunden und höre von größeren Unternehmen, dass Sie immer mehr und auch erfolgreich Social Business einsetzen. Der Mittelstand ist hier hoch relativ verhalten, das musste ich jedenfalls erfahren. Hat jemand eine Idee, wie man kleinere Betrieben Social Media schmackhafter machen kann? Ich stoße sehr oft auf die Aussage das es kein Mehrwert bringt und nur Kosten verursacht. Bitte hier mitmachen:
    http://ibmexperts.computerwoche.de/forum/social-business/social-business-anreize-fuer-kmus

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    1. Jochen Schnabel Beitragsautor

      Danke für Ihren Beitrag Herr Klein.
      Ein altes, verblichenes Firmenschild zu ersetzen ist etwas worunter sich jeder etwas vorstellen kann. Und kein Kleinunternehmer der Welt wird sich ein neues Schild anschrauben und nach drei Wochen zur Agentur gehen und sagen: „Das Schild bringt nichts – es ist noch kein neuer Kunde wegen dem Schild gekommen“.
      Aber genau das passiert bei Social Media (SoMe). Dazu kommt, das jeder weiß – oder wissen sollte – der Aufbau von Reputation über SoME ist etwas langfristiges (Anm.: Imagebildende Maßnahmen sollten immer langfristig angelegt sein.)
      Argumente woran es scheitert und wie es angestoßen werden kann, gibt es viele, aber letztlich hat es im Kleinbetrieb mit Vertrauen zu tun. Der Arm der Geschäftsführung ist zu lang im Kleinbetrieb als das ohne das Vertrauen des Chefs in die Sache Erfolg Einzug halten kann. Und Vertrauen gewinnt man darüber, das man damit zu tun hat. Sich gegenseitig kennenlernt. Nun gibt es 2 Wege, den Kleinunternehmer dazu zu bewegen es kennenzulernen: Man lässt die Dinge Ihren Lauf nehmen und entschleunigt. Das birgt die Gefahr des Marktnachteils für den Betrieb. Der andere Weg ist: Man führt an das Thema heran. Und zwar so, dass es – solange es keinen ROI liefert – möglichst wenig kostet. Es gilt also den Kleinunternehmer zu „SoMedialisieren“ (das Wort habe ich soeben erfunden und melde hiermit Markenansprüche an! 🙂 )
      Andere Wege führen nur zu verbranntem Geld und vergeudeter Zeit. Zumal es schwer und teurer ist eine Chance die durch Halbherzigkeit in SoMe vertan wurde, im zweiten Anlauf wieder anzukurbeln.

      Viele Grüße
      Ihr Jochen Schnabel

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