Kommunikationskapital

Kommunikationskapital

Kommunikationskapital als immaterieller Wert im Unternehmen

Betriebswirtschaftliche Definition von Kommunikationskapital

Betriebswirtschaftlich zählt zum Kommunikationskapital die technische Kommunikationsinfrastruktur, die Kommunikationsplanung und die Fähigkeiten der Mitarbeiter intern und externe zu kommunizieren. Das Kommunikationskapital drückt sich indirekt im Unternehmenserfolg und ließ sich bis vor kurzem nur schwer messen.

Volkswirtschaftliche Definition von Kommunikationskapital

Neben den klassischen Volkswirtschaftlichen Produktionsfaktoren Arbeit, Boden, Kapital und dem neu dazu gekommen Faktor Wissenskapital erweitert das Kommunikationskapital das bestehende System um eine weitere Facette.

Unterteilung von Kommunikationskapital

Kommunikationskapital aus Sicht der internen Kommunikation

In der Innensicht orientiert Sich das Kommunikationskapital maßgeblich an der IT-Infrastruktur, die vom Unternehmen zur Verfügung gestellt wird und den Fähigkeiten der Mitarbeiter miteinander wertschätzend Informationen auszutauschen.

Werteorientierte Kommunikation (WeKo)

Leistungs- und Reputationsfördernd ist eine wertschätzende Kommunikation. (Mindestvoraussetzung auf unternehmerischer Seite ist die Erfüllung und das Bekennen zu einer Kommunikation im Sinne der http://www.ethikcharta.de/ )

 Social Intranet

Benutzerzahlen, Nutzungshäufigkeiten und Änderungsfrequenzen in Dokumenten und Diskussionsbeiträgen und deren technische Bereitstellung sind hingegen harte Fakten die eine interne Kommunikation auszeichnen. Schwerer zu greifen sind Einschätzungen im Umgangston und die Bewertung „sterbender Foren“.

Kommunikationskapital aus Sicht der externen Kommunikation

Die externe Sicht des Kommunikationskapitals umfasst die klassische Werbung, Social Media Aktivitäten, die Kommunikation und den Zustand der Verhältnisse zu den verschiedenen Stakeholder -Gruppen wie Investoren und Kapitalgebern und das Unternehmensimage (mit den Bausteinen CB, CI, CD). Auch Service und die Kundenkommunikation zählt dazu.

Web Potential Analyse

Ein Wert um die Kommunikationsfähigkeit und die Unternehmensreputation greifbar zu machen ist die Web-Potential-Analyse in Form eines Marketing Audits. Dieser Wert dokumentiert Stärken und Schwächen der Unternehmenskommunikation und reagiert auf Veränderungen des Marktes und der Branche.

Geschwindigkeit

Eine weitere Dimension des Kommunikationskapitals ist die Geschwindigkeit mit der Unternehmen reagieren.

Als Geschwindigkeitstreiber kann bei der Verbesserung der Kommunikationsprozesse auch IT unterstützen. Jedoch nur wenn die Prozesse auch ausreichend und richtig dokumentiert sind. IT gestützte Prozesse erleichtern die Dokumentation und den reibungslosen Workflow, sowie die Information der Mitarbeiter. Neben der Lösung des Kundenanliegens ist der schnellere Durchlauf einer der Hauptfaktoren zur Kundenzufriedenheit.

Definition und Dokumentation Ihrer Kommunikationsprozesse ist eine Angelegenheit des Qualitätsmanagements. Dieses muss die strategisch wichtigen Schlüsselkennzahlen und die Normierungsrelevanten Prozesskennzahlen ermitteln und alle damit involvierten Prozesse mittels einer Modellierungssprache nachbilden (Bsp. UML, BPML u.a.).

Vertrauen

Einer der Kernwerte im Kommunikationskapital ist das Vertrauen in Mitarbeiter und deren Fähigkeiten.

Version 1.0 Stand 01. Okt 2014. Autoren Jochen Schnabel, Joachim Griesang und Thomas Weber. (Version 1.1 vom 29. Nov 2014)

Quellen:
Kommunikationskapital nach Nando Malmelin, 2007 (S.302).
Strukturierung des intellektuellen Kapitals nach Bullinger, 1998 (S.6).
Moderne Marketing-Kommunikation, Jörg Tropp 2011 und 2014, (2. Aufl.).

 

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